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  Manga Vergleich- Teil 1

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Allgemein

Dass die Umsetzung eines japanischen Manga ins Deutsche nicht 1:1 sein kann, sollte jedem klar sein. Ein wichtiger Unterschied ist, dass die japanischen Manga - wie hierzulande nur bei Hardcover-Büchern üblich - einen Schutzumschlag haben. Auf dessen Innsenseite bietet sich natürlich ein Platz, der in der deutschen Version nicht vorhanden ist. Bei Kekkaishi finden sich auf den beiden Umschlaginnenseiten in jedem Band je eine kurze Nachricht von der Zeichnerin Yellow Tanabe (vorne) und eine Illustration (hinten).

Abgesehen davon ist die deutsche Version des Manga aber sehr gut umgesetzt. Die Soundwörter sind schön und sauber retuschiert worden und durch passende Deutsche ersetzt, das Logodesign ist gut. Ich finde, dass man es technisch nicht viel besser hätte machen können. Jedoch sind die Übersetzungen teilweise sehr steif und wirken nicht wie normal gesprochene Sprache, gerade bei den jüngeren Charakteren wünscht man sich eine lebendigere Sprechweise.

An den Übersetzungen gibt es kleinere Mängel. Dass die Kapiteltitel zum Teil sehr frei übersetzt sind, sieht man in der Rubrik Kapitel, wo man die deutschen Titel direkt mit den Japanischen vergleichen kann, das finde ich aber nicht sonderlich schlimm. Jedoch stört es, dass der Begriff "Ayakashi" allgemein als Spuk übersetzt wird, während aber trotzdem mit japanischen Wörtern (vor allem "Kekkai") um sich geworfen wird. Auch, dass Hakubi Tokine "Schätzchen" statt "Honey" nennt ist schade, da er so kaum noch Englisch spricht. Was auch stört ist die Formulierung "Ort von Karasumori", denn das hätte man viel eleganter sagen können, z.B. "Das Karasumori-Gelände" oder "Der Boden von Karasumori".

Auch sind die im Manga auftretenden Schwarzflächen in manchen Bänden etwas schwach oder strichelig gedruckt, was im Japanischen nicht so war.  

Nun möchte ich dann doch auf die einzelnen bereits erschienen Bände eingehen. Ich zeige euch die Umschlaginnenseiten in Eigenübersetzung und werde noch ein bisschen auf die Übersetzung des Manga eingehen.

Band 1

Kleine übersetzungstechnische Anmerkungen:

Seite 9, kleine Figur: "Nochmal entwischt du mir nicht" passt gar nicht, weil er das Wesen freiwillig aus dem Kekkai entlässt. Im Original war es eher "Ich lasse dich nochmal ziehen."

Seite 54, Hakubi: "Aber 'ne super Abrolltechnik, Yoshi". Hier finde ich zum Einen, dass "Yoshi" nicht halb so interessant klingt wie "Yossie", außerdem haben sie seinen englischen Ausspruch "Nice Rolling" unterschlagen und stattdessen nur ein "Nice!" neben seine Faust gepackt, was man nur sieht, wenn man es weiß.

Setei 83, Tokine: "Es wäre nicht so toll, wenn er mit Beton schießen würde." Das ist vollkommen falsch, denn sie WIRD schon mit Beton beschossen. Im Japanischen sagt sie das auch so ähnlich: "Es ist nicht so toll, dass er mit Beton schießt."

Kleinigkeit, aber: Der Confiseur könnte ruhig ein wenig umgangssprachlicher als alle anderen sprechen, wo er im Original schon einen Dialekt hat.

Seite 106, Confiseur: "Warum schlägst du mich plötzlich mit der Handkante?" Im Japanischen fragt er noch, was Yoshimori eigentlich für eine Erziehung genossen hat, dass er ihn einfach so haut. Was lustiger ist, da Yoshimori ja auch immer von seinem Opa gehauen wird.

Seite 112, Yoshimori über Tokine: "Sie ist ein schonungsloser und skrupelloser Ghost-Buster." Hier finde ich Ghost-Buster zu positiv, denn im Japanischen sagt er "Teufel", das klingt viel beleidigender.

Seite 179, Confiseur: "Ob das funktioniert?" Das ist Ansichtssache. Ich hatte seine Aussage im Japanischen als ein "Und der geht, oder was?" interpretiert, was auch besser zu seinem erschrockenen Ausdruck passt.

 

Band 2

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

Seite 23, Yoshimori: "Was für ein Einfallspinsel..." Ich schätze, er meint eher Einfaltspinsel, denn von einem Einfallspinsel habe ich noch nie etwas gehört.

Seite 29, Yomi: "Das liegt sicher daran, dass die Familie Sumimura angesehen ist und anders als ich, zu einer anderen Klasse gehört." Hier gibt es mehrere Fehler. Zum einen wird im Original nichts davon gesagt, dass die Familie Sumimura angesehen sei, sondern nur, dass sie zu einer anderen Klasse gehöre als Yomi. Der Satz ist auch nicht gut formuliert (besser wäre: "...und zu einer anderen Klasse als ich gehört."), zumal man in der jetztigen Konstruktion noch ein Komma zwischen "und" und "anders" bräuchte.

Seite 37, Yomi: "Liegt vielleicht daran, dass sie eine besondere Nase für seltsame Dinge besitzen." Das erklärt immer noch nicht, warum P.M.B's dann so leicht in herrkömmliche Fallen stürzen. Im Japanischen sagt sie eher: "Liegt vielleicht daran, dass sie sich zu sehr auf seltsame Dinge konzentrieren."

Seite 38, Yomi: "Ich, Yumi, die Teufelsbändigerin..." Natürlich heißt sie immer noch Yomi. Klarer Fehler.

Seite 43, Yomi: "Niemand wird dich jemals für minderwertig halten." Stimmt nicht so, denn er wurde ja schon für minderwertig gehalten. Gemeint ist: "Niemand wird dich jemals wieder für minderwertig halten."

Seite 45, Yomi: "Der Stein wurde mit einer Anti-Kekkaikunst-Beschwörung versehen." Im japanischen Original war es weniger speziell auf die Kekkai-Kunst ausgerichtet sondern ein Siegel gegen alle Arten von Magie.

Seite 48, Yomi: "Keine Sorge, er befindet sich unversehrt an einem Ort..." Klingt einfach komisch. Vielleicht würde eher passen "... befindet sich unversehrt hier in der Nähe" oder so. Die Übersetzung passt allerdings sehr genau auf das, was im Japanischen gesagt wird.

Seite 51, Yomi: "Es war doch von Anfang an klar, dass er scheitern wird." Da sie über die Vergangenheit spricht, muss es grammatikalisch richtig heißen: "... dass er scheitern würde."

Seite 53, Yoki: "Mein Rücken..." Ist hier nicht mit der Schriftart geschrieben, die sonst benutzt wird, wenn Yoki spricht.

Seite 55, Yoshimori: "Met-su!!" Sollte man nicht so trennen, da es aus den Silben "me" und "tsu" besteht.

Seite 61, Tokine: "Verdammt..." Entspricht nicht dem, was sie meint. Es wäre eher ein "Also echt!", weil sie Yoshimori für seine Überstürztheit tadeln will. Verdammt sagt man normal erst, wenn etwas Schlechtes passiert ist. Es würde nur passen, wenn das "Verdammt..." von Yoshimori gesagt würde.

Seite 73, Yoshimori: "Nur ich weiß..." Hier wurde der Inhalt vertauscht. Das "Nur ich weiß" gehört in die Gedankenblase von Yomi und ihr "Hoppla!" in die Sprechblase von Yoshimori.

Seite 113, Yomi: "Obwohl er so schwach war, kämpfte er um sein Leben, um etwas zu beschützen..." Hieße sinngemäß und nach der japanischen Version eher, er "kämpfte unter Einsatz seines Lebens". Sonst kämpft er ja für zwei Sachen...

Seite 123, Yoshimori: "Dabei sah es gestern noch so aus, dass wir mit den Yukimura kooperieren" Wohl eher "Dabei sah es gestern noch so aus, als ob wir..."

Seite 123, Shigemori: "Mein Stolz ist verformt." Klingt komisch. Im Japanischen ist es "Mein Bart, mein ganzer Stolz ist..."

Seite 127, Shigemori: "Diese Gruppe besteht doch hauptsächlich aus überflüssigen Personen, die keine Nachfolger eines Familienerbes werden können." Das klingt relativ abfällig gegenüber den Mitgliedern des Schattenorgans. Im Japanischen erwähnte er stattdessen, dass die Organisation eine Art Familie für die überflüssigen Personen bilde.

Seite 133, Textfeld: "Auf dem Gelände der Karasumori-Schule blühen die Kirschblüten, obwohl bald Winter* ist. --> *Kirschblüten blühen in Japan von Ende März bis Ende April" Finde ich eine total überflüssige Erläuterung. Wenn sich alle so wundern, dass der Kirschbaum im Winter blüht, ist doch klar, dass Kirschbäume das normalerweise nicht tun. Außerdem blühen Kirschbäume in Deutschland genau so wenig im Winter.

Seite 133, Yurina: "Aber ist es den anderen denn nicht bewusst, dass dieser Ort kein normaler Ort ist?!" Finde ich doof formuliert. Man könnte das doppelte "Ort" einfach weglassen: "... dass dieser Ort nicht normal ist?!"

Seite 142, Klassenlehrer: "Da du es nicht selbst abgeholt hast, habe ich ein 'present' bestückt mit Zusatzaufgaben 'for you'." Erstens klingt das im Deutschen irgendwie bescheuert (Man könnte wenigstens sagen: "Habe ich Zusatzaufgaben, sozusagen ein 'present for you'") und zweitens frage ich mich, warum der Lehrer so ein Sprachgepansche von sich gibt, Hakubi aber nicht mal "Honey" sagt.

Seite 151, Tokine: "Die Normalos nicht zu belästigen ist Stil der 'Hazama-Kekkai-Kunst'." Die Kekkai-Kunst bezieht sich nur auf Bannkreise. Eigentlich ist das mit dem Nichtbelästigen eher ein Gebot Hazamas, oder wie auch immer man das ausdrücken möchte.

Seite 163, Madarao: "Sie hat 'die' Fähigkeit..." Ist relativ ausdruckslos. Hier könnte man, da sowieso ständig japanische Begriffe verwendet werden, auch genau so gut von "Reikan" sprechen.

Seite 164, Yurina: "So versteht sie es nicht." Wieder eine Vertauschung. Der Satz in der Gedankenblase gehört ins Bild und Yoshimoris "... ganz anders als vorher" in die Gedankenblase.

Seite 169, Redakteur: "Mir wurde aufgetragen, dass die Protagonisten niedlicher werden sollen." Im Japanischen ist nur von der Heldin, also Tokine, die Rede.

Seite 170-173: In den Unterschriften zu den einzelnen Entwürfen fehlen teilweise ganze Bemerkungen. Der Vollständigkeit halber:

"Ein Design, das nahezu mit dem jetztigen Protagonisten..." -> Es fehlt: "Er wurde angenommen, nachdem ich noch Glanzpunkte in die Augen gesetzt hatte."

"Er wirkt, als ob er die Morgensonne nicht..." -> Es fehlt: "Er wirkt nicht wie ein normaler Mensch."

"So einen Charakter habe ich bereits in anderen Geschichten" -> Es fehlt: "Er wirkt etwas kriminell."

"Bei diesem Design wird das Durchschnittsalter..." -> Es fehlt: "Er sieht aus, als würde er in Geisterwelten reisen."

"Ein Heldentyp aus..." -> Es fehlt: "Er wirkt auf mich nicht nicht nicht so wie etwas Neues. Die Koteletten wirken sehr lebendig."

"Kommt der jetztigen Protagonistin..." -> Es fehlt: "Ich habe sie noch etwas Ältere-Schwester-mäßiger gemacht."

"Sie sieht aus wie ein Fräulein..." -> Es fehlt: "Zu ihr passen Zeremonien und Traditionen."

"Modell Retro-Girlie" -> Es fehlt: "In einem Shonen-Manga gibt es sowas nicht.

"Wie aus früheren Anime-Filmen..." -> Es fehlt: "Mein Verleger sagte: 'Das ist eine Frau aus einem alten Porno-Anime.' Ist das so?"

"Ganz klar, sie passt nicht zu Shonen-Manga..." -> Es fehlt: "Für Yoshimori wäre sie eine zu große Belastung."

"In den amerikanischen Comics..." -> Es fehlt: "Sie ist etwas zu erwachsen."

 

Band 3

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

Seite 17, Yoshimori: "Ich erledige ihn beim Namen meiner Mutter!" -> Richtiger wäre "im Namen meiner Mutter", noch dazu wird seine Mutter im Original gar nicht erwähnt. Üblicher ist in der Hinsicht wohl eher "Ich schwöre bei meiner Mutter, ich werde ihn erledigen", oder, um das mit der Mutter ganz rauszunehmen einfach: "Ich schwör's, ich erledige ihn!"

Seite 24, Kapiteltitel: "Episode 18 Alltagssorgen Teil 3" -> Wäre eigentlich und dem Inhaltsverzeichnis entsprechend Teil 2.

Seite 33: Hier ist in meiner Ausgabe quer über die Seite ein seltsamer schwarzer Kreis gedruckt, der im Original nicht vorhanden ist.

Seite 40, Tokine: "Pass dich an meine Kraft und meinen Rhythmus an!" -> Wie er das tun soll, ist schwer vorstellbar. Dem Original entsprechend ist es einfach nur: "Pass deinen Atem meinem an". Kraft und Rhythmus soll wohl mystischer klingen.

Seite 41, Kapiteltitel: "Episode 17 Alltagssorgen Teil 3" -> Es handelt sich natürlich - wie auch im Inhaltsverzeichnis richtig steht - um Episode 19.

Seite 53, Yoshimori bzw. Tokine: "Ich kann ihr / ihm nicht nachstehen!" -> Hier verwirrt das "ihr / ihm", zumal das "ihr" auf Tokines Seite steht, was auch nicht so gut passt. Besser ließe sich das ganze sagen, indem man das Personalpronomen weglässt und zum Beispiel beide sagen: "Ich kann nicht verlieren!"

Seite 58, Yoshimori: "Aber Ernst beiseite, was ist das Schwarze Metallartige im Felsen...?" -> Der Ausdruck "Ernst beiseite" ist mir neu, ich kenne nur "Spaß beiseite". Es passt beides nicht so wirklich, da sowohl vorher als auch nachher ein relativ ernstes Gespräch geführt wird und lediglich das Thema gewechselt. Dem Japanischen entsprechend würde vielleicht "Aber sag mal, was ist eigentlich das Schwarze..." besser passen.

Seite 69, Madarao: "Ja... Damit kann man das Opfer so richtig schmerzhaft fesseln." -> Hier ist die falsche Schriftart verwendet, da so wie hier sonst nur die Aussagen von Ayakashi geschrieben werden und die von Madarao nicht.

Seite 87, Madarao: "Aber ich bin schon länger bei dieser Familie..." -> Wieder dasselbe Problem mit der Schriftart.

Seite 108, Madarao: "Endlich wirkt es bei dir." -> Und noch einmal in der Schriftart vertan.

Seite 180, Yoshimori: "... und scheucht die Kakerlake auf die Zeitung" bzw. "Los, Kakerlake, komm schon!!" -> Eigentlich war deutlich geworden, dass Tokine nicht möchte, dass er das Wort ausspricht. Im Japanischen hat er es auch nicht getan, und es wäre sicher auch in unserer Übersetzung möglich, "sie" oder "es" zu schreiben.

 

Band 4

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

S.71, Masamori: „Dennoch hätte ich nicht gedacht, dass du nicht mal eine Nacht in Karasumori ausgehalten hast, obwohl [...]“ -> Die Zeitformen passen hier nicht zusammen. Richtiger wäre: „[...], dass du nicht mal eine Nacht in Karasumori aushalten würdest, obwohl[...]“

S.88: Hier ist ein seltsamer schwarzer Kreis quer über Masamori und Kurohime gedruckt, der im Original nicht vorhanden ist.

S.115: Es wird hier von einer „Mail“ gesprochen. Das entspricht zwar dem Original, da Japaner damit aber meist, wie auch hier, eine per Handy versendete Nachricht meinen,  sollte man SMS sagen, um den Leser nicht zu verwirren.

 

Band 5

Übersetzungstechnische Anmerkungen: 

S.22, Schüler: „Meine frittierte Gamba!“ -> Was eine Gamba ist, weiß ich nicht, aber eigentlich waren es frittierte Garnelen.

S.28, Yurina: Warum muss sie Tokine siezen? Sie ist doch auch noch nicht volljährig. Im Japanischen spricht sie zwar auch sehr höflich, aber sich unter Schülern zu siezen ist doch eher unüblich.

S.39: „... wohnt normalerweise in Mushikinuma, in der Nachbarstadt“ -> Das klingt so, als sei Mushikinuma der Name der Nachbarstadt. Später wird es aber richtig als Bezeichnung für den See benutzt, weshalb es auch richtig heißen müsste „wohnt im Mushikinuma“.

S.66, Tokiko: „Ein Greenhorn wie du darf so was nicht tun.“ -> Die Bezeichnung „Greenhorn“ ist lächerlich, da englische Begriffe zur Zeit von Tokiko noch unüblich waren. Im Original hat sie auch einen japanischen Begriff benutzt.

S.93, Kapiteltitel: „Yoshimoris Alltag“ -> Der Inhalt und das japanische Original beziehen sich eigentlich eher auf Toshimoris Alltag.

S.101, Brief: Vielleicht bringt euch Yukine das Essen vorbei? -> gemeint ist Tokine.

S.129, Typ mit Sonnenbrille: „Dieser Plan basiert aufgrund von Recherchen“ -> komisches Deutsch, richtiger wäre etwa „basiert auf gründlichen Recherchen“ oder so etwas.

 

Band 6

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

S.72, Tokine: "Was wird das?! Eine Leparkour-Tour?!" -> Da es im Japanischen nur sinngemäß heißt "Was macht der Idiot da, noch dazu mitten am Tag!?" finde ich es übertrieben, hier einen Begriff einzubauen, der sogar extra erklärt werden muss. Der Aspekt des "mitten am Tag" wäre eigentlich auch wichtig gewesen.

S.84, Yoshimori: "Hilfe... Ich spüre meine Beine nicht mehr..." -> Ist zwar eine ganz lustige Aussage, wobei die Frage bleibt, warum er seine Beine nicht mehr spürt, nachdem ihm Tokine einen gegen den Kopf gedonnert hat. Im Japanischen beschwert er sich aber vielmehr, dass Tokine doch selbst am hellichten Tag ihre Kräfte einsetzt, was hier auch logischer ist.

S.96, Infokasten: "Heisuke Matsudo <<70>>" -> Erstens bleibt bei dieser Darstellung evtl. unklar, dass mit "70" Heisukes Alter gemeint ist. Außerdem ergibt es keinen Sinn, dieses als einziges so groß zu schreiben (im Japanischen war die unterste Zeile "Matsudo Heisuke (70)" groß gedruckt, wobei die Zahl noch ein bisschen kleiner war als die Zeichen des Namens).

S.103, Fotounterschrift: "Toshimori schläft" -> Es handelt sich dabei, wie man dem japanischen Original entnehmen kann, eigentlich um Yoshimori. Was auch wichtig ist, da Masamori so unschlüssig guckt, weil sich alle um den neuen Nachfolger kümmern. Wäre es tatsächlich Toshimori, wäre der Altersunterschied auch zu klein.

S.114, Gen: "Soweit ich weiß, sind Kekkaishi die stärksten aller Schwarzkünstler" -> Früher wurde für den Originalbegriff "Jutsusha" die Bezeichnung "P.M.B." benutzt. Was ist daraus geworden?

S.158, Tokine: "Unterscheiden sie sich von den anderen normalen mit >>Außerordentlichen Kräften<<?" -> Auch hier fehlt die Kontinuität, da "Inousha" in früheren Bänden als P.A.K. übersetzt wurde, auch wenn hier wenigstens der Begriff (P.A.K. meint ja "Personen mit Außerordentlichen Kräften") noch derselbe ist.

S.171: "Episode 55: Das Kopfgeld" -> Es wirkt etwas unpassend, dass im Episodentitel von einem "Kopfgeld" die Rede ist, Ookubiguruma und die anderen aber durgehend von einem "Preisgeld" sprechen. Ich bin der Meinung, dass "Kopfgeld" passender ist, auf jeden Fall sollte aber auch hier ein Begriff benutzt werden

 

Band 7

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

S.52, Kimiya: „Damit ist dann der Kontrakt geschlossen.“ -> Vertrag meint zwar dasselbe, wäre aber meiner Meinung nach verständlicher und üblicher als das hochgestochene „Kontrakt“.

S.56, Tokine: „Hach!“ -> Für mich klingt das wie ein Seufzen. Eigentlich ist es aber eher ein hämisches „Ha!“.

S.68, Tokine: „... aber zumindest bin ich die Gnadenloseste!“ -> Auch keine Fehlübersetzung, aber um sich stärker auf den Kapiteltitel zu beziehen und dem japanischen Original näher zu kommen, hätte sie auch sagen können „... bin ich die am wenigsten Nette“.

S.70, Kasten: „Plötzlich eintretende Erinnerungsflut“ -> Es ist einzusehen, dass das für dieses Kästchen zu viel gewesen wäre, aber im Japanischen heißt es sinngemäß: „In Worten nicht auszudrückende Erinnerung, die einem im Körper zurückgebliebenen Gefühl ähnelt“.

S.72, Tokine: „...wenn sie beabsichtigen, die Kraft von Karasumori gegen die Menschen einsetzen zu wollen...“ -> Dass sie „beabsichtigen, es zu wollen“ ist eine komische Formulierung. „... wenn sie beabsichtigen, die Kraft von Karasumori gegen die Menschen einzusetzen...“ wäre besser.

S.78, Kasten: „Gestern“ -> Ich weiß, ich bin kleinlich, aber im Erzähltext müsste man sagen „Am Vortag“.

S.155, Kasten: „Die Killer aus Kakubourou“ -> Ein Tippfehler. Es heißt natürlich Kokubourou.

S.168, Gen: „Mein Instinkt sagt mir, dass dieser Typ... obwohl er so lässig tut... mit welcher Leichtigkeit und Elastizität er sich bewegt...“ -> Ich nehme an, dass das gedankliche Ellipsen sein sollen, aber direkt darauf werden drei Punkte verwendet, um den Satz zu unterbrechen, der in der nächsten Sprechblase weitergeführt wird. Verwirrt meiner Meinung nach, da man das so für einen zusammenhängenden Satz hält. Ich würde vorschlagen: "Mein Instinkt sagt mir, dass dieser Typ... nur so lässig tut. Mit welcher Leichtigkeit und Elastizität er sich bewegt...!"

S.180, Kaguro: „Ihr wisst doch, wie unser Plan lautet, oder?“ - Killer: „Wie sollten wir.“ -> Im Japanischen fragt Kaguro „Ihr habt doch nicht vergessen, wie unser Plan lautet, oder?“, damit würde diese Antwort Sinn ergeben. So ist sie falsch.

Nach S.90: Im japanischen Band 7 befanden sich hier zwei Seiten mit dem Bonus-Manga von Yellow Tanabe, die weggelassen worden sind. Ich habe sie nun eingescannt und so gut wie möglich übersetzt:

Link zu Seite 1
Link zu Seite 2

 

Band 8

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

S.29, Sanan: "Nun befinden wir uns wieder in der Ausgangssituation, wie eben." -> Der Zusatz "wie eben" ist im Grunde überflüssig.

S.29, Sanan: "Wenn ihr nicht die korrekte Position des Gegners kommt, könnt ihr sie auch nicht mit eurem Kekkai umschließen, [...]" -> Der Bezug ist hier falsch, da sich "sie" sich auf mehrere Personen und nicht auf einen Gegner beziehen müsste.

S.33, Tokine: "Wirst du mich auch auf die Schuldnerliste setzen, ja?" -> Im Japanischen fragt sie Yoshimori nicht, ob er es tut, sondern sie bittet ihn direkt darum (sinngemäß etwa: "Könntest du mich auch auf die Schuldnerliste setzten?"). Ist zwar in der jetztigen Fassung eigentlich zu verstehen, klingt aber mehr wie eine Frage und eben nicht wie eine Bitte.

S.46, Yoshimori: "Ihr habt gar keine Zeit zum Quatschen!" -> Hier ist die Sprechblase leergeblieben, in der das "...zum Quatschen!" gehört. Im darauf folgenden Panel ruft Yoshimori eigentlich "Ketsu!"

S.103, Kästchen: "Yu Shishio" -> Da die Namen der anderen Brüder schon Gou und Shou geschrieben werden, könnte man hier auch Yuu schreiben. Auch wenn man "Go" und "Sho" schreiben würde, würde ein Deutscher die Namen ja, wie bei Yu, richtig aussprechen. Hier fehlt die Kontinuität.

S.104, Gou: "Na, versuche, es mal" -> Hier ist deutlich sichtbar ein Komma zu viel.

S.114, Gens Mutter: "Dieses Mal werden sie es uns nicht verzeihen..." -> Die drei kommen doch schon vom Haus des Gemeindevertreters wieder. Dem japanischen Original nach wäre es eher "Es war von vornherein klar, dass sie uns nicht so leicht verzeihen würden..."  

S.132, Gen: "Ich bin doch für euch sowieso nur ein Ungeheuer..." -> Müsste eigentlich in derselben Schriftart stehen wie zuvor sein "Sei still!"

 

Band 9

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

S.6, Gagin: "Mich juckt es schon die ganze Zeit unter den Zehnägeln" -> unter den Zehennägeln

S.9, Byaku: "Also, jeder soll auf seine Art den Ort nach einer Lösung ausforschen" -> Klingt ein bisschen gestelzt und gezwungen. Dem japanischen Original näher wäre eher so etwas wie "Also, jeder soll auf seine Art Nachforschngen anstellen."

S.19, Yoshimori: "Muss der gleich so hysterisch werden?" -> "Hysterisch" halte ich für unpassend, weil es normalerweise für Frauen verwendet wird. Das japanische Original entspricht "Ist das etwas, was man mit aller Kraft rufen muss?"

S.30, Tokine: "Hakubi... warum fragst du das?" -> Im original ist es "Warum fragst du das ihn?", weil Tokine wissen möchte, warum Hakubi Yoshimori nach Atora fragt und nicht sie.

S.31, Tokine: "Gen, wo ist Frau Atora?" -> Dass allgemen das japanische Anhängsel "-san" als "Herr" oder "Frau" übersetzt wird, macht ja Sinn, aber im Deutschen klingt es komisch, ein "Frau" zusammen mit dem Vornamen zu benutzen. Ein enfaches "Atora" wäre in dieser Situation wahrscheinlich natürlicher gewesen.

S.52, Gen: "Wohnungstüren zertrümmern, das ist das höchste der Gefühle" -> Ich bin mir nicht sicher, ob durch diese Formulierung klar, wird, dass Atoras Kraft gerade noch zum Türen eintreten reicht, aber nicht für mehr.

S.57: Hier ist Tokines Gedankenblase unten links leer geblieben. Sie denkt im Original: "Gut, ich habe ihn!"

S.93, Yoshimori: "Shishio vergisst irgendwann noch seinen Turnbeutel!" -> Im japanischen Original murrt er, dass Gen zu nichts zu gebrauchen ist. Der Turnbeutel wird dort nicht erwähnt und macht aus meiner Sicht auch gar keinen Sinn.

S.99, Matsudo: "Eigentlich hatte ich vor, hier mit Frau Kagami einen romantischen Fünfuhrtee einzunehmen." -> Seine Angestellte als "Frau Kagami" anzureden klingt seltsam, zumal Kagami eher ein Vorname ist. Außerdem wird das "Kagami-kun" aus dem Original später einfach nur mit "Kagami" übertragen.

S.114, Byaku: "Wenn das so ist, können du und ich zum Beispiel, niemals einer werden" -> Das Komma hinter "zum Beispiel" ist hier fehl am Platz und würde nur Sinn machen, wenn man nach "du und ich" auch ein Komma setzen würde.

S.130, Shuji: "Vater, lass uns an der Station ein Taxi nehmen." -> "Am Bahnhof" würde mehr Sinn machen und entspricht auch eher dem japanischen Original.

S.141, Matsudo: "Wenn meine süßen Töchter einfach so besiegt werden, [...]" -> Der Begriff "Töchter" entspricht zwar dem Wort "musume" im Original, aber "meine Mädels" würde eventuell weniger irreführend klingen.

S.181, Kaguro: "Vergewissere dich mit deinen Augen, was für ein Wesen geboren wird" -> Hier fehlt ein wichtiger Teil der Originalaussage, denn im Japanischen heißt es, dass er sehen soll, was für ein hässliches Wesen geboren wird.

Außerdem gibt es in der japanischen Ausgabe am Schluss noch eine Seite, in der Yellow Tanabe dazu aufruft, dass Fans ihr selbstgemalte Kekkaishi-Bilder mit Yoshimori drauf oder Verarschen von Szenen aus dem Manga schicken sollen. Die Seite ist nicht nennenswert, aber ich werde zu den nächsten Bänden die eingesandten Bilder der japanischen Fans scannen, damit ihr sie anschauen könnt.

 

Band 10

Übersetzungstechnische Anmerkungen:

Allgemein kommt mir die Übersetzung in diesem 10. Band besser vor als in vorhergehenden Bänden, da die Aussagen lockerer und weniger gekünstelt wirken.

S.3, Kapiteltitel: „Im Mutterleib“ -> dagegen, dass der Titel nicht dem japanischen Kapiteltitel („Taidou“ = Vorzeichen) entspricht, möchte ich gar nichts sagen, jedoch ist mir der Zusammenhang des Titels mit den Ereignissen nicht klar, da sich Gens Ei in keinem „Mutterleib“ befindet.

S.5, Tokiko: „Das weiß ich selber erst, wenn ich in Kokubourou bin“ -> Im Original sagt sie statt „Kokubourou“ „Kurosusuki“. Besonders inkonsequent ist, dass im selben Band Shigemori und Tokikos Shikigami den Begriff „Kurosusuki“ benutzen (S.135), obwohl im japanischen Original an beiden Stellen derselbe Begriff steht.

S.7, Tokine: „Wahnsinn, der Shikigami ist nahezu perfekt...“ → Im Original liegt der Schwerpuntk darauf, dass es gerade „typisch für Tokiko“ ist, so einen perfekten Shikigami schaffen zu können.

S.10, Kaguro: „Vergewissere dich mit deinen Augen... was für ein Wesen geboren wird.“ → Siehe Anmerkung zur Szene in Band 9: Kaguro hatte im Japanischen bereits das Wort „hässlich benutzt. (Originaltext: Kaguro: „Sieh selbst, was für ein hässliches Wesen geboren wird.“ Gen (denkt): „Ich brauche mich nicht zu vergewissern, ich bin eh...“ Stimme aus dem Ei: „...hässlich.“)

S.24, Ougi: „Ich überlasse dir den kompletten Fall. Wie du sicher schon weißt, ist es ein sehr komplizierter Fall.“ → Hier wäre zu beanstanden, dass zweimal in aufeinanderfolgenden Sätzen der Begriff „Fall“ auftaucht. Ougis erste Sprechblase – dem Original entsprechend – auf ein „Ich überlasse dir alles.“ zu beschränken, wäre auch vertretbar gewesen.

S.33, Atora: „Ich habe deine Bude als meine Adresse in Karasumori angegeben.“ → An dieser Stelle bin ich mir nicht zu 100% sicher, aber ich verstehe die Aussage im Japanischen eher so, dass sie bei Gen einziehen wird, wenn sie nach Karasumori kommt. In diesem Zusammenhang ergibt auch die Aussage „Die anderen sind auch dabei“ (gemeint sind ihre Spuk-Ungeheuer) mehr Sinn.

S.62, Shigemori: „Schuji“ → Ein Tippfehler. Shuji wäre richtig.

Manga Vergleich List

Manga Vergleich 11-20